Bücher für eine lebenswerte Zukunft



Stefan Hradil
Die "Single-Gesellschaft"
 

C.H. Beck, München 1995
ISBN 9783406401510
192 Seiten
Euro 21,50

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Inhalt

"Immer mehr Menschen wohnen alleine. Die Zahl der »Singles« wächst in nie gekanntem Ausmaß. Die einen sehen in ihnen autonome Persönlichkeiten, emanzipierte Frauen und berufliche Leistungshelden. Die anderen bedauern sie als einsam und sexuell frustriert, halten Alleinlebende für abschreckende Beispiele von Egoismus, Kontaktunfähigkeit und Sozialschmarotzertum.

Welche Auswirkungen wird das zunehmende Alleinleben haben: Wer wird die alt gewordenen Singles pflegen, wer baut die vielen Wohnungen für sie, wer entsorgt den Müllberg? Die Gefahren von Vorurteilen mehren sich. Übertriebenen Ängsten und heilversprechenden Hoffnungen kann nur mit exakten Kenntnissen und Prognosen begegnet werden.

Im vorliegenden Buch wird dargestellt,
- wie viele Singles es früher gab, heute gibt und in Zukunft geben wird, wie sie leben, welche Typen auseinanderzuhalten sind,
- warum immer mehr Menschen als Singles leben,
- inwieweit Singles »nützlich« oder »schädlich« sind, was sie künftig zur Lösung unserer Probleme beitragen,
- welche Gestaltungswege es gibt: hin zur »moralischen« Gesellschaft, zur »Partizipationsgesellschaft«, zur »solidarischen« Gesellschaft oder zur »Mitarbeitsgesellschaft«.

Das Fazit: Die »Single-Gesellschaft« wird es nicht geben. Wohl aber werden wir mehr als bisher die Folgen vermehrten Alleinlebens beachten müssen."

Bewertung

Das Buch des Soziologen Stefan Hradil aus dem Jahr 1995 gilt gemäß ZEIT-Dossier "Das geheime Leben der Singles" vom November 2007 immer noch als die "beste und ausgewogenste Studie darüber, wie Singles leben".

Stefan Hradil hat zwar die These von der Single-Gesellschaft, die der Soziologe Ulrich Beck maßgeblich geprägt hat, relativiert. Seine Aussagen zur Verbreitung und zur Lebenssituation von Alleinlebenden sind jedoch inzwischen korrekturbedürftig.

Mit dem Buch Singles im mittleren und höheren Erwachsenenalter von Stephan Baas/Marina Schmitt und Hans-Werner Wahl liegt nun eine aktuelle und ähnlich breit angelegte Studie vor, die das Potenzial zum neuen Standardwerk über Singles hat.

Das Buch von Hradil bleibt jedoch weiterhin Pflichtlektüre für jeden Studenten und Wissenschaftler, der sich näher mit dem Thema befassen möchte, weil die aktuelle Studie über Singles im mittleren und höheren Erwachsenenalter in vielerlei Hinsicht an das Buch von Hradil anknüpft.    

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Einen Beitrag zum Thema Wandel des Wertewandels finden Sie hier.