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Inhalt
"Das
Standardlehrbuch in neuer Auflage!
Das Buch zeigt für West- und Ostdeutschland und für die Länder
der Europäischen Union vergleichend auf, dass der Anteil der
Bevölkerung, der nach konventionellen Mustern lebt, stark
rückläufig ist und im Zuge eines allgemeinen gesellschaftlichen
Modernisierungsprozesses die Zahl derer ansteigt, die
nicht-traditionale Lebens- und Beziehungsformen praktizieren.
Informationen der amtlichen Statistik werden ergänzt durch
Ergebnisse empirischer Untersuchungen, die die Selbstwahrnehmung
der Befragten in den Mittelpunkt stellen und differenzierte
Einblicke in die komplexen Beziehungskonstellationen erlauben."
Bewertung
Das Lehrbuch ist erstmals
1991 erschienen und liegt inzwischen in der 7. vollständig
überarbeiteten Auflage vor. Anhand der einzelnen Auflagen lassen
sich sehr gut familiensoziologische Themenkonjunkturen
nachvollziehen.
Das Single-Dasein wird von
Peuckert als moderne Alternative zur Ehe betrachtet. Bis 1996
(2. Auflage) wird noch der Begriff Alleinleben verwendet. Ab der
3. Auflage wird der Begriff durch Alleinwohnen ersetzt. Dies
geschieht in Anlehnung an eine einflussreiche Arbeit von Norbert
F. Schneider u.a. über nichtkonventionelle Lebensformen.
Ab der 5. Auflage (2004) wird
der "steigenden Kinderlosigkeit" ein eigenes Unterkapitel
gewidmet und die demographische Alterung der Bevölkerung
wird betont.
Während Peuckert 2002 noch
den "Lebensstil Alleinwohnender" betrachtet, stehen 2004
erstmals die partnerlos Alleinwohnenden im traditionellen
Familienlebensalter im Mittelpunkt. Neue Studien über
Partnerlose von
Gunter Schmidt u.a.
oder Beate
Küpper machen dies möglich.
Außerdem wird 2004 von Peuckert erstmals vom
Wandel des Wertewandels gesprochen. Singles werden demnach nicht
mehr als Pioniere der Moderne betrachtet, sondern als
Defizitfiguren
wahrgenommen.
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