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Inhalt
"Über
Familien, Beziehungen und Sexualität heute
Die herkömmliche Familiensoziologie unterschätzt die Dynamik des
Wandels des Beziehungslebens, weil sie nichtkonventionellen
Partnerschaftsformen zu wenig Beachtung schenkt. Zudem blendet
sie die Bedeutung der Sexualität für moderne Beziehungen aus.
Die hier präsentierte Studie versucht, beziehungssoziologische
und sexualwissenschaftliche Ansätze zu verbinden. Interviewt
wurden 776 Männer und Frauen dreier Generationen aus Hamburg und
Leipzig, die zum Zeitpunkt der Befragung 30, 45 bzw. 60 Jahre
alt waren. Der Wandel von Beziehungsbiographien und
Beziehungsformen im frühen, mittleren und höheren
Erwachsenenalter wird nachgezeichnet, die Konsequenzen dieses
Wandels für das Leben mit Kindern untersucht und das sexuelle
Verhalten sowie der Stellenwert der Sexualität in kurzen und
langfristigen Beziehungen analysiert."
Bewertung
In der Studie werden die
Beziehungsverläufe der 68er-Generation (1942 Geborene),
der Single-Generation (1957 Geborene) und der
Generation Golf (1972 Geborene) in den Städten Hamburg und
Leipzig verglichen.
Es zeigt sich, dass das Single-Dasein im
frühen und mittleren Erwachsenalter auch in Großstädten wie
Hamburg in den allermeisten Fällen eine Lebensphase zwischen
zwei Beziehungen ist.
Nur im höheren Erwachsenenalter ist
Partnerlosigkeit - insbesondere unter Frauen der
68er-Generation - dauerhafter und weiter verbreitet.
Die empirische Studie ist ein wichtiger
Beitrag zur Relativierung der These von der Single-Gesellschaft,
weil auch haushaltsübergreifende Paarformen berücksichtigt
werden.
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